Biografie

Forschung und Lehre

Dörthe Jung ist Dipl. Soziologin. Sie war ab Mitte der 1970er Jahre in Forschung und Lehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität sowie als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Frankfurt und an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt tätig.

Engagement in der Neuen Frauenbewegung

Seit Ende der 1960er Jahre engagierte sich Dörthe Jung in der Neuen Frauenbewegung. In den Siebziger und Achtziger Jahren gründete sie eine Reihe autonomer Frauenprojekte, u.a. das Frauenbildungsprojekt "Frankfurter Frauenschule", in dem sie mehrere Jahre lang tätig war. Ende der 1980er Jahre war sie die persönliche Referentin der ersten Frauendezernentin der Stadt Frankfurt und in dieser Funktion maßgeblich an der Institutionalisierung der kommunalen Frauenpolitik beteiligt.

Unternehmerin

1990 machte Dörthe Jung sich mit dem Büro für frauenpolitische Forschung und Beratung selbständig. Ein Schwerpunkt war die Beratung der seinerzeit ersten Frauenpolitikerinnen und Frauenbeauftragten in Kommunen und auf Bundesebene. Mitte der 1990er Jahre weitete sie mit ihrer neuen Unternehmensgründung "Dörthe Jung Unternehmensberatung" ihren geschäftlichen Aktionsradius auf die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Organisationen und Verwaltung aus und unterstützte sie bei der Umsetzung einer fairen Unternehmenskultur. Jung war eine der Pionierinnen bei der Umsetzung der von der EU beschlossenen Gleichstellungsstrategie ‚Gender Mainstreaming'. Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unternehmens war die Durchführung sozialwissenschaftlicher Evaluationen für europäische Projekte sowie bundes- und landesweite Modellversuche in den Bereichen Arbeitsmarkt-, Bildungspolitik, Mentoring, beruflicher Wiedereinstieg und Unternehmensgründung bzw. Unternehmensnachfolge durch Frauen.

Autorin

Dörthe Jung hat seit den 1980er Jahren die Neue Frauenbewegung und die im Weiteren sich entwickelnde institutionalisierte Frauenpolitik mit zahlreichen Veröffentlichungen und Büchern analysiert und begleitet. Auch ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming hat sie in einer Vielzahl von Fachartikeln in unterschiedlichen Publikationen veröffentlicht. Das gleiche gilt für die Ergebnisse der von ihrem Unternehmen durchgeführten sozialwissenschaftlichen Evaluationen. In bundesweiten Tageszeitungen sind Kommentare und Gastbeiträge zu aktuellen politischen Themen von ihr erschienen. Als Vortragende ist sie bundesweit gefragt.